Psychologische Therapie von Burnout

Therapie bei Burnout. Psychologische Privatpraxis Mag. Ing. Klaus Pötzlberger, Wien
Durch psychologische Therapie das Burnout loswerden. Foto: fotolia


Sie leiden unter dauerhaftem Stress und fühlen sich erschöpft?

Viele erleben diesen Zustand in Form eines Burnout: ausgebrannt. Ein Zustand tiefer emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung. Betroffene können sich nur schlecht konzentrieren, machen viele Fehler. Manche verlieren auch die Energie für ihr Privatleben.

Weitere Folgen können sein: Kopfschmerzen und Migräne, Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme, Angst, Phobien und Panikattacken und zunehmende geistige Unbeweglichkeit.

 

In einer auf Sie zugeschnittenen Beratung biete ich Unterstützung auf dem Weg zu

  • einer Linderung Ihres Leidensdruckes
  • einer Symptomreduktion
  • dem Wiedererlangen von Hoffnung, Freude und Interesse

Was ist Burnout?

Unter dem Burnout-Syndrom versteht man einen Zustand totaler körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung mit verminderter Leistungsfähigkeit. Burnout ist keine eigenständige Krankheit, sondern eine Risikosituation, aus der sich psychische oder psychosomatische Störungen entwickeln können.

 

Burnout wird meist auf Überforderung und Stress im Beruf zurückgeführt. Die Ursachen sind aber vielfältig.

Wie erkenne ich ein Burnout?

 

Die Burnout Symptomatik

 

Die folgende Aufstellung der Symptome eines Burnouts ist die Essenz einer Vielzahl wissenschaftlicher Studien, die trotz des vielschichtigen Symptombildes überraschend einheitlich waren.

 

 

1. Warnsymptome der Anfangsphase

  • Vermehrtes Engagement für Ziele: Hyperaktivität, freiwillige unbezahlte Mehrarbeit, Gefühl der Unentbehrlichkeit, Gefühl nie Zeit zu haben, Verleugnung eigener Bedürfnisse, Verdrängung von Misserfolgen und Enttäuschungen, Beschränkung sozialer Kontakte auf ein Minimum
  • Erschöpfung: Chronische Müdigkeit, Energiemangel, häufige Kopfschmerzen (sowie erstes Auftreten der psychosomatischen Symptome)

2. Reduziertes Engagement: die negative Einstellung zur Arbeit ist bereits etabliert. Der Betroffene fühlt sich ausgebeutet, nicht anerkannt, ev. gemobbt und kann sich in Tagträumen und Fluchtphantasien verlieren.

  • Desillusionierung/Verlust von Idealismus
  • Distanzierung gegenüber Anderen, emotionale Kälte, Verlust von Empathie
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • Unfähigkeit zu geben
  • Schwierigkeiten anderen zuzuhören
  • Zynismus
  • Höhere Akzeptanz von Kontrollmitteln, z.B. Strafen oder zwanghaftes Manipulieren
  • Höhere Akzeptanz von Suchtmitteln wie Psychopharmaka, Drogen, Sex, exzessiver Sport, etc. (hier kann so gut wie alles zur Sucht werde, was sich dazu eignet, die negativen Gefühle zu betäuben, oder auszuschalten)

 

3. Emotionale Reaktionen

  • Depression: Schuldgefühle, reduzierte Selbstachtung,unbestimmte Angst und Nervosität, Ruhelosigkeit, abrupte Stimmungsschwankungen,Bitterkeit, Abstumpfung, Gefühl von innerer Leere, Gefühl der Hilflosigkeit, Pessimismus / Fatalismus, Apathie, Suizidgedanken
  • Aggression: Schuldzuweisungen an andere oder das "System", Vorwürfe an andere, Ungeduld, Launenhaftigkeit, Intoleranz, Kompromisslosigkeit, Reizbarkeit, Defensive/paranoide Einstellung, Misstrauen, Häufige Konflikte

4. Phase des Abbaues ..

  • der kognitiven Leistungsfähigkeit: Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, Unfähigkeit zu komplexen Aufgaben, Ungenauigkeit, Desorganisation, Entscheidungsunfähigkeit, Unfähigkeit zu klaren Anweisungen
  • der Motivation: verringerte Initiative, verringerte Produktivität, Dienst nach Vorschrift
  • der Kreativität: verringerte Phantasie, verringerte Flexibilität
  • Entdifferenzierung: rigides Schwarz/weiß-Denken, Widerstand gegen Veränderungen aller Art

5. Verflachung ..

  • des emotionalen Lebens: Gleichgültigkeit, Verflachung emotionaler Reaktionen
  • des sozialen Lebens: deutlich reduzierte Anteilnahme an anderen oder exzessive Bindung an einzelne Personen, Meidung privater Kontakte, Reduzierung berufl. Kontakte auf ein Minimum, eigenbrötlerisch, einsam
  • des geistigen Lebens: Aufgeben von Hobbies, Desinteresse, Langeweile

6. Psychosomatische Reaktionen

  • Schwächung der Immunreaktion
  • Unfähigkeit zur Entspannung in der Freizeit
  • Schlafstörungen, Albträume
  • Sexuelle Probleme
  • Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Rückenschmerzen
  • Verdauungsstörungen, Magen-, Darmprobleme, Übelkeit
  • Herzklopfen, Enge-Gefühl in der Brust, beschleunigter Puls, erhöhter Blutdruck, Atembeschwerden
  • Gewichtsveränderungen
  • veränderte Essgewohnheiten, erhöhter Genuss von Alkohol/Kaffee/Tabak/Drogen

7. Verzweiflung

  • tiefes Gefühl von Sinnlosigkeit
  • totale Erschöpfung
  • Hoffnungslosigkeit
  • existenzielle Verzweiflung
  • Suizidgedanken, Suizidversuche

 

Die Erkenntnis

Wenn Sie beim Durchlesen der Liste innerlich fortwährend oder meist genickt haben und bei den meisten Punkten häufig bis oft angeben würden, sollten Sie sich mit der Idee anfreuden, etwas für sich zu tun!

 

Die Erkenntnis, an Burnout zu leiden, ist nicht nur der erste Schritt auf dem Weg zur Gesundung, sondern ein Meilenstein für die Psyche. Zu verstehen, an einem Syndrom zu leiden, das sehr viele andere Menschen auch betrifft, ist eine sehr grundlegende Erfahrung, die tiefe Erleichterung bringen kann.

Aufbauend auf dieser Erkenntnis und dem Energieschub, die diese mit sich bringt, wird es für Betroffene wieder möglich, Hilfe von außen anzunehmen.

 

 

 

Durch innere und ggf. auch äußere Veränderungen kann der Prozess des Ausbrennens gestoppt werden. Dazu bedarf es der sogenannten "Krankheitseinsicht". Der Betroffene muss also anerkennen, dass er unter Burnout leidet und Hilfe braucht. Ein weiterer wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Behandlung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Klienten und Therapeuten.

Was sind die Ursachen für ein Burnout?

Die Ursachen für ein Burnout-Syndrom können vielfältig sein. Man unterscheidet zwischen äußeren und inneren Ursachen.

 

Äußere Ursachen können sein: berufliche Überlastung, nicht ausreichende Wertschätzung, Benachteiligung, fehlende Fairness, wenig Einfluss auf tägliche Aufgaben, Mobbing, Konflikte, fehlende Unterstützung, hoher Termin- und Zeitdruck.

 

Innere Ursachen: Selbstüberforderung, Perfektionismus, starkes Bedürfnis nach Anerkennung, Neigung zur starken Selbstkritik, Selbstzweifel, unrealistische Ideale und Ziele, nicht "Nein" sagen können.

 

Merke: es ist immer eine Kombination von mehreren Faktoren, die zu einem Syndrom führt!

Was geschieht bei der Theapie von Burnout?

Psychologische Therapie in Wien, Mag. Ing. Klaus Pötzlberger
Psychologische Therapie in Wien, Mag. Ing. Klaus Pötzlberger. Foto: iStock

Der individuelle maßgeschneiderte Therapieansatz (Ablauf):

 

In der psychologischen Therapie werden die Problembereiche hierarchisch im Sinne der Dringlichkeit geordnet.
Erster Schritt ist die möglichst rasche Symptomlinderung. Das Leid wird weniger. Wir Klinische Psychologen sprechen von Stabilisierung. Es gibt in dieser Phase keine Ursachenforschung und keine Aufarbeitung der Kindheit. Sie bekommen einfache Werkzeuge in die Hand, mit denen Sie Ihren Zustand / Ihre Situation rasch positiv beeinflussen können. Eine enorme Erleichterung für meine Klienten.

Manchmal ist eine Diagnosestellung nötig. Erst wenn ich weiß, woran mein Klient leidet, kann ich den richtigen Behandlungsansatz wählen (Angststörung, Depression, Posttraumatische Belastungstörung, etc.). So kann effizient, evidenzbasiert und lösungsorientiert gearbeitet werden.

 

In der zweiten Phase kann es um die Ursachenforschung sowie um den Auslöser gehen. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn ein bestehendes gelerntes Muster zu den Beschwerden führt. Viele meiner Klienten plagt auch die Frage nach dem Warum. Sie wollen eine Antwort darauf. Zu wissen, warum sie sich so fühlen, wie sie sich fühlen, bringt Erleichterung. Das trifft auch auf die Diagnose zu. Wenn das Ding endlich einen Namen hat.


Erleichterung tritt ein, wenn man etwas tun kann:

Ein Großteil des Leids entsteht durch das Gefühl der Hilflosigkeit. Man ist der Situation / den Symptomen oft hilflos ausgeliefert. Die Klinische Psychologie bietet ein breites Spektrum an hilfreichen Methoden: Sie lernen, wie Sie etwas dagegen tun können! Das ist das, was viele meiner Klienten wollen.

Sie lernen konkret, besser mit Ihrer Herausforderung umzugehen.

 

Ziele bei der Behandlung von Burnout in meiner psychologischen Praxis in Wien sind u.a.:

  • Bewusster Umgang mit den eigenen Ressourcen
  • Arbeit und Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen
  • Erkunden, Benennen und Umsetzen der eigenen Bedürfnisse
  • Ausreichender und regelmäßiger Schlaf
  • Gutes Zeitmanagement
  • Gutes soziales Umfeld
  • Energie tanken durch Sport, Tanz, Freunde u/o Natur
  • Entspannungstechnik: erlernen und regelmäßige Anwendung zuhause

 

 

Als klinischer Psychologe und Coach in Wien lege ich Wert auf einen sehr vertrauten Rahmen. Einen Rahmen, der Ihnen die Möglichkeit bietet, so rasch wie möglich Ihr Ziel zu erreichen.

 

Sämtliche angewandte Methoden kommen aus der empirischen Forschung und haben eine nachgewiesene Wirkung.

 

Sprachen:

Gerne biete ich die Sitzungen auch in Spanisch oder Englisch an.

Wie lange dauert die Behandlung von Burnout?

Die Dauer der Behandlung hängt sehr vom Schweregrad des Burnout-Syndroms, von der individuellen Krankheitsgeschichte sowie dem individuellen Klienten mit seinen Eigenschaften, seinen Ressourcen und seinem Umfeld ab.

Eine realistische Zeitspanne ist für die meisten zwischen 6 Monaten und 1,5 Jahren. Da die Rückfallquote zwischen 50 und 70% liegt, ist auch eine entsprechende Prophylaxe erforderlich. D.h. Betroffenen müssen nach erfolgreich abgeschlossener Therapie eigenständig weiterarbeiten und "gut auf sich schauen".

Sie wollen einen Termin? Kontaktieren Sie mich für ein Erstgespräch! Ich freue mich, Sie als Psychologe begleiten zu dürfen.