Burnout beschreibt einen Zustand ausgeprägter emotionaler, mentaler und körperlicher Erschöpfung im Kontext chronischer Überforderung und anhaltender Belastung. Betroffene erleben häufig, dass ihre gewohnte Leistungsfähigkeit nicht mehr verfügbar ist und selbst alltägliche Anforderungen deutlich mehr Kraft kosten als zuvor.
Typisch ist ein Zusammenspiel aus anhaltender Erschöpfung, innerer Distanz zu beruflichen oder leistungsbezogenen Anforderungen sowie einem zunehmenden Verlust von Energie und Belastbarkeit. Häufig treten Konzentrationsprobleme, reduzierte Stressresistenz und ein Gefühl innerer Leere oder Abgestumpftheit auf.
Burnout entwickelt sich meist im Zusammenhang mit länger andauernden Belastungs- und Überforderungsprozessen, häufig im beruflichen Kontext, kann aber auch andere Lebensbereiche betreffen. Viele Betroffene berichten von dem Eindruck, dauerhaft „über ihre Grenzen gegangen zu sein“ und keinen ausreichenden Ausgleich mehr gefunden zu haben.
Die Auswirkungen betreffen in der Regel mehrere Lebensbereiche gleichzeitig – darunter Arbeit, soziale Beziehungen und die Fähigkeit, den Alltag stabil und verlässlich zu bewältigen.
Zu Beginn der psychologischen Arbeit steht die Einordnung der aktuellen Belastung im Vordergrund. Ziel ist es, die Burnout-Symptomatik in ihrer Dynamik zu verstehen und erste Möglichkeiten im Umgang mit Erschöpfung, Überforderung und innerem Rückzug zu entwickeln.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt darauf, wieder Orientierung im eigenen Belastungsprofil zu gewinnen und Schritt für Schritt aus chronischen Überforderungsdynamiken herauszutreten. Dabei werden konkrete Ansatzpunkte erarbeitet, um den Alltag realistisch zu strukturieren und die eigenen Ressourcen wieder besser wahrzunehmen und zu begrenzen.
Burnout entsteht in der Regel durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Dazu zählen anhaltende externe Anforderungen, innere Leistungsansprüche, habituelle Überverantwortung sowie biografisch erlernte Muster im Umgang mit Belastung und Abgrenzung.
Im therapeutischen Prozess werden insbesondere jene Muster in den Blick genommen, die zur Aufrechterhaltung der Erschöpfungsdynamik beitragen – etwa chronische Selbstüberforderung, mangelnde Abgrenzung, überhöhte Verantwortungsübernahme oder ein eingeschränkter Zugang zu Regeneration und Erholung.
Ziel ist es, den inneren und äußeren Handlungsspielraum schrittweise zu erweitern und wieder einen realistischeren Umgang mit Belastung, Leistung und eigenen Grenzen zu entwickeln.
In der Behandlung kommen wissenschaftlich fundierte Methoden der klinisch-psychologischen und kognitiven Verhaltenstherapie zum Einsatz.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Analyse und Veränderung von Überforderungs- und Leistungsdynamiken. Hier werden unter anderem strukturierte Gesprächsführung, kognitive Methoden sowie gezielte Reflexionen eingesetzt, um belastende Muster von Überverantwortung und Selbstüberforderung sichtbar zu machen und zu verändern.
Ergänzend werden achtsamkeitsbasierte Verfahren genutzt, die helfen, körperliche und emotionale Erschöpfung früher wahrzunehmen und die eigene Belastungsgrenze klarer zu erkennen, statt dauerhaft über sie hinwegzugehen.
Welche Methoden im Einzelnen eingesetzt werden, richtet sich nach der jeweiligen Situation und dem therapeutischen Verlauf.
Einen detaillierten Einblick in den Ablauf der psychologischen Arbeit finden Sie hier: Psychologische Therapie
Psychologische Therapie bei Burnout ist ein gemeinsamer Arbeitsprozess. Ziel ist nicht nur Entlastung im Rahmen der Sitzungen, sondern die Entwicklung eines realistischeren und nachhaltigeren Umgangs mit Belastung, Leistung und eigenen Ressourcen im Alltag.
Ich stelle dafür psychologisches Fachwissen, therapeutische Methoden und einen strukturierten Rahmen zur Verfügung. Die Umsetzung neuer Umgangsweisen mit Belastung, Abgrenzung und Regeneration erfolgt im eigenen Lebensalltag und ist ein wesentlicher Bestandteil des Prozesses.
Im Rahmen eines Erstgesprächs kann geklärt werden, ob eine psychologische Therapie bei Burnout sinnvoll erscheint und welcher Rahmen für die aktuelle Situation passend ist.
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